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Adolf Erbslöh, aufgewachsen in Barmen, Mitbegründer der Neuen Künstlervereinigung München, hatte 1909 seine erste Einzelausstellung im Kunstverein Barmen, organisiert von Richart Reiche. Die Barmer Zeitung besprach seine farbstarken Frauenporträts zwar mit einem Augenzwinkern, aber durchaus wohlwollend.  Der Vermittlung Adolf Erbslöhs war es zu verdanken, dass die Neue Künstlervereinigung München, aus der später "Der Blaue Reiter" hervorging, ein Jahr später ebenfalls in Barmen und danach auch in Elberfeld ausstellen konnten. Die Künstler der Münchner Szene um Marianne von Werefkin, Alexej von Jawlensky,  Franz Marc,
Wassily Kandinsky und Gabriele Münter waren eine Gruppe starker  Individualisten, die Erbslöh als Organisator und Mediator geschickt zusammenhielt. Aufgrund seiner Beziehungen ebnete er den Künstlern den Weg zu Ausstellungen in renommierten Museen, so dass sie schließlich internationale Beachtung fanden.

Das Von der Heydt-Museum beleuchtet in einer umfassenden Werkschau die Rolle Erbslöhs als Avantgardemacher im Kreise der Künstler der Münchner Szene. Das Museum zeigt die farbstarken Werke Erbslöhs und präsentiert ebenso die Werke seiner Künstlerfreunde.

Adolf Erbslöh
Der Avantgardemacher

Ab 11. April

1909 zeigte Reiche die Künstler der "Neuen Künstlervereinigung München", die sich ab 1912 "Der Blaue Reiter" nennen sollte: Kandinsky, von Jawlensky, Münter, Erbslöh, Kanoldt, Kubin und Werefkin.1912 organisierte Reiche von Barmen aus die legendäre Sonderbundausstellung in Köln und verhalf der zeitgenössischen Kunst zum Durchbruch. Sein Engagement beschränkte sich nicht nur auf den Expressionismus. Unter seiner Leitung wurde Barmen zum wichtigsten Umschlagplatz der neuen Kunstströmungen. Es folgen viele Ausstelllungen und Ankäufe moderner Werke. Nicht allen gefiel das, doch Reiche hatte die Unterstützung des Vereinsvorstands, von Museumsdirektoren und von Galeristen. Auch Freiherr August von der Heydt, Vorsitzender des Museumsvereins Elberfeld, gratulierte. Unbeeindruckt von der Kritik und ermutigt durch den – auch finanziellen Zuspruch – setzte Reiche sein avantgardistisches Ausstellungsprogramm fort.
 
Dieses Engagement und das großartige Mäzenatentum hatten zur Folge, dass Ende des 20. Jh in Barmen die bedeutendste Sammlung zeitgenössischer Kunst zu finden war.
 
70 Jahre Kunst- und Museumsverein Wuppertal e.V.
 
Am 21. April 1946 schlossen sich der Kunstverein Barmen und der Kunstverein Elberfeld zum Kunst- und Museumsverein Wuppertal zusammen. Heute zählt der Verein mit knapp 2.000 Mitgliedern zu einem der großen Kunstvereine Deutschlands.
 
Der Verein unterstützt u.a. Ausstellungen des Von der Heydt- Museums und der Von der Heydt- Kunsthalle. In den vergangenen Jahrzehnten wurde die berühmte Sammlung des Museums durch den Erwerb wichtiger Kunstwerke weiter ausgebaut. Mit bedeutenden, wegweisenden Ausstellungen hat sich das Von der Heydt-Museum auch international einen Namen gemacht. Hauptaugenmerk der Ausstellungstätigkeit liegt auf dem Expressionismus,  dem Impressionismus und den 1920er Jahren.

Doppeljubiläum


150 Jahre Kunstverein Barmen

Am 20. Februar 1866 wurde der Kunstverein Barmen gegründet. Und es ging schnell zur Sache: Nur ein paar Wochen später präsentierte der frisch gegründete Verein seine erste Ausstellung in der Concordia, dem Gesellschaftshaus einer einflussreichen kaufmännischen Vereinigung in Barmen. 225 hauptsächlich kleinformatige Ölbilder von Malern der Düsseldorfer Akademie wurden präsentiert. Sie entsprachen dem damaligen Geschmack des bürgerlichen Publikums. Die Ausstellung dauerte 25 Tage und war mit 4.400 Besuchern sehr erfolgreich. Und erfolgreich ging es weiter: Mit der Zahl seiner Ankäufe standen die Wuppertaler im Vergleich mit anderen Vereinen schnell an vorderster Stelle.

 
Zwei Jahre nach Vereinsgründung beschloss der Verein, sich eine eigene Gemäldesammlung anzulegen. Doch wohin mit den Gemälden? Man brauchte Platz. Die Idee einer eigenen Kunsthalle nahm schnell Gestalt an. Nach einem Spendenaufruf  gingen hohe Geldsummen aus der Bürgerschaft ein. Zur gleichen Zeit plante die Barmer Stadtverwaltung den Bau eines Denkmals für Kaiser Wilhelm I. Eine Ruhmeshalle sollte es sein. Der Verein beschloss, das gesammelte Geld der Stadt für den Bau zur Verfügung zu stellen. Verbunden mit dem Wunsch nach einer eigenen Kunsthalle unter dem Dach der Ruhmeshalle. Bis es soweit war, hatte der Kunstverein mehr als ein Drittel der gesamten Bausumme übernommen. Dafür fand die Sammlung eine würdige und dauerhafte Heimat.
 
Trotz vieler Ausstellungen ging die Zahl der Mitglieder zurück. In einer Zeit rasch wechselnder Kunststile brauchte es einen Fachmann, einen Kunsthistoriker. Dieser Fachmann war der 31jährige Dr. Richart Reiche, der 1907 als Konservator in den Verein eintrat. Mit ihm begann eine neue Ära. Mit ihm wurde der Verein bereits vor dem 1. Weltkrieg zum Forum für die damals höchst umstrittene Moderne.
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Die Ruhmeshalle heute
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70 Jahre Kunst- und Museumsverein

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Ankäufe, Leihgaben, Schenkungen spielen für ein Museum eine große Rolle und geben der Sammlung ihr besonderes Gesicht. Kunst aus drei Jahrtausenden umfasst heute die berühmte Von der Heydt- Sammlung, die zu einem beachtlichenn Teil dem Kunst- und Museumsverein gehört. Immer wieder im Fokus stehen die Werke des Impressionismus, des Expressionismus, der Neuen Sachlichkeit. Seltener zu sehen sind ein Mumienrelief, Skulpturen aus dem Mittelalter, der Renaissance und dem Barock.
 
Die Sammlungen Holze, Lohmann, Haberland sind hinzugekommen. Aus den Mitteln der Von der Heydt-Stiftung wurden Ankäufe getätigt. Die Renate und Eberhard Robke-Stiftung führt die  
Sammlung für den KMV und das Museum mit großartigen Neuerwerbungen in die Zukunft. Sie werden in der Ausstellung gezeigt.  Auch die allerneueste Schenkung von Eberhard Robke,  "Versus" von Tony Cragg, ist zu sehen. All diese wunderbaren Schätze warten auf Sie. Das können Sie sich nicht entgehen lassen!

Ab 11. April

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Neuerwerbungen
der Renate und
Eberhard Robke-Stiftung

Das Museum zeigt in diesem Jahr


Zwei Sammlungspräsentationen

Gleich zweimal Sammlung! Lieblingsbilder können nach längerer Abstinenz  neu entdeckt  werden, und viele neue Werke warten
darauf, zu Ihrem Lieblingsbild zu werden.

Ab 19. März
Mehr Licht!


 
Als angeblich letzte Worte des sterbenden Goethe immer wieder gern zitiert, beschreibt "mehr Licht" den einfachen Umstand, dass der Mensch zum Sehen, Erkennen und Begreifen der Welt, – vor allem aber zu ihrer Darstellung im Bild, im Kunstwerk generell, – des Lichtes bedarf. Künstler aller Epochen haben sich mit der Frage auseinandergesetzt, welche Rolle das Licht für die Welt und speziell für ihre Kunst, ihre Werke spielt. Die Ausstellung setzt sich mit den vielen Erscheinungen des Lichts auseinander.
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Peter Kirkeby, Ohne Titel, 1998
Von der Heydt-Museum Wuppertal
Tony Cragg, Versus, Bronze, 2012
Von der Heydt-Museum Wuppertal
@ VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Fritz von Uhde, Das Licht der Welt, 1905 Von der Heydt-Museum Wuppertal
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Im Von der Heydt-Museum
Turmhof 8 / 42103 Wuppertal
DI - SO 11 - 18 Uhr
DO 11 - 20 Uhr. MO geschlossen
MuseumsShop

Einladungen

Übergabe


 
Aus Anlass seines 80. Geburtstags schenkt Eberhard Robke die
Skulptur "Versus" von Tony Cragg dem Kunst- und Museumsverein. Am 31. März erfolgt die offizielle Übergabe im Von der Heydt-Museum.

Preview


 
Am Samstag, 8. April, 11-16 Uhr, findet die Preview zur Ausstellung
"Adolf Erbslöh" und zur Samlumlungspräsentation "Something old
Something new" exklusiv für KMV-Mitglieder statt.
Kunst- und Museumsverein Wuppertal (KMV)
Wall 24 a , 42103 Wuppertal
Tel 0202/563 21 91
Fax 0202/496 17 898
www.kmv-wuppertal.de
Bürozeiten DI-FR 9-12 Uhr
info@kmv-wuppertal.de
Ende Februar ging nach vier Monaten die Ausstellung "Degas & Rodin, Wettlauf der Giganten zur Moderne" zu Ende. 80.000 Besucher, 1.700 Gruppenführungen – das sind Zahlen, über die sich Museumsdirektor Dr. Gerhard Finckh ganz besonders freut. Seine Erwartungen haben sich damit mehr als erfüllt. Es war wohl der besondere Fokus dieser Ausstellung, zwei Giganten des Impressionismus in Beziehung zueinander zu setzen, der die Besucher überzeugte. Jedenfalls gab es  außerordentlich positive Reaktionen von Besuchern und Medien aus dem In- und Ausland.
Museumsdirektor Dr.Gerhard Finckh
Degas & Rodin-Ausstellung:


Gigantischer Erfolg für
die Giganten der Moderne

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Heinz-Olof Brennscheidt zeigte sich hocherfreut, dass seine Stiftung  jetzt auch an die digitale Welt angeschlossen. Sie würdigt das Engagement dieses großzügigen Mäzens, und es wird einmal mehr deutlich, was Heinz-Olof Brennscheidt für Kunst und Kultur in seiner Heimatstadt Wuppertal getan hat.
 
brennscheidt-stiftung.de

Brennscheidt-Stiftung im Netz


 
Heinz-Olof Brennscheidt zeigte sich hocherfreut, dass seine Stiftung  jetzt auch an die digitale Welt angeschlossen. Die Webseite ging letzte Monat on air.
In ihr wird das Engagement dieses großzügigen Mäzens gewürdigt und es wird einmal mehr deutlich, was Heinz-Olof Brennscheidt für Kunst und Kultur in seiner Heimatstadt Wuppertal getan hat.
 
brennscheidt-stiftung.de
Brennscheidt-Web

Brennscheidt-Stiftung im Netz

Kinonachmittage des KMV


Fortsetzung der Filmreihe
"Künstlerportraits" im Rex-Filmtheater
Samstag, 29. April, 15 Uhr
Neo Rauch – Gefährten und Begleiter von Nicola Graef
 
KMV-Mitglieder erhalten 1€ Rabatt
Mehr Info hier auf der KMV-Webseite und rexwuppertal.de
Eine lange Abstinenz gab es auch bei den beliebten Exkursionen. Bis sich unser Mitglied, Dagmar Pärsch, der Sache annahm und zusammen mit einem Team kompetenter Damen ein attraktives Besichtigungspaket schnürte. Die Reaktion auf das Angebot war großartig.
 
Die Exkursion nach Münster fand bei starkem Regen und Orkanböen, die nach Düsseldorf bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein statt. An beiden Terminen war die Stimmung ausgesprochen gut. In Münster konnten im Rahmen der Führung, geleitet durch eine sehr kompetente Studentin der Kunstgeschichte, Grafik, Gemälde, Skulpturen und Kostüme betrachtet werden. Besonders beeindruckte das Künstlerbuch JAZZ, eines der bedeutendsten Künstlerbücher des 20. Jahrhunderts. Die Grundlage dafür waren Scherenschnitte, die als Druckvorlagen dienten.
Das Ziel der Tagesexkursion im Februar war die Kunstakademie in Düsseldorf. Der Rundgang, die
Ausstellung am Ende des Wintersemesters, gibt einen Einblick in das Schaffen der jungen Künstlerinnen und Künstler. Es gab für die Gruppe des KMV zwei parallele Führungen, während derer blitzlichtartig einige Künstler und ihre Arbeiten vorgestellt wurden.
Der Künstler Paul Hempt stellte der
Gruppe, die unter dem Thema "Grenzüberschreitende Arbeiten"
unterwegs war, seine Arbeit vor.
Die andere Gruppe lernte den nigerianischen Künstler Peter Uka kennen, der kurz seinen Werdegang schilderte. Nach einem Studium in Lagos kam er nach Deutschland und studiert nun an der Kunstakademie Düsseldorf. In seiner Malerei verbindet er Erinnerungen an den afrikanischen Kontinent und Erfahrungen, die er in Deutschland gemacht hat. Traditionelle Malerei und freie Kunstformen treffen in seinen Bildern aufeinander. Ein Teilnehmerin sagte im Anschluss: "Von dem werden wir noch hören".
 
Beide Exkursionen schlossen mit einem kleinen Mittagsimbiss. "Wir ließen uns sorgfältig bedienen und fanden uns notgedrungen mit den Annehmlichkeiten des Lebens ab". (etwas frei nach Erich Kästner).
 
Nächste Exkursionen:
10. Mai: Museum Folkwang, Essen
14. Juni: Arp Museum, Remagen- Rolandseck
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KMV-Exkursionen im Januar und Februar


Picasso-Museum, Münster
Kunstakademie Düsseldorf
Text Ulrike Liedtke
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VORSCHAU

FOTOS AUS DER VON DER HEYDT-SAMMLUNG
11.6.-13.8.2017 in der Von der Heydt-Kunsthalle

TOBIAS ZIELONY – THE CITIZEN
10.9.2017-14.1.2018 in der Von der Heydt-Kunsthalle

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Ursula Wevers, Wasser, Luft, Erde, 1982/1985
Fotos aus der 1982 entstandenen Serie "Tiere in New York". Dioramen im Museum of Natural History, New York
Von der Heydt-Museum Wuppertal © Ursula Wevers
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Tobias Zielony, The Citizen
Untitled, 2015, Untitled, 2015
© Tobias Zielony
Erstmalig zeigen wir in der Von der Heydt-Kunsthalle in Wuppertal- Barmen unsere eigene Fotosammlung. Mit mehr als 50 Künstlern aus einem Zeitraum von über 100 Jahren besitzt das Von der Heydt-Museum ein spannendes und facettenreiches fotografisches Konvolut, das sich von Heinrich Zille über Bernd und Hilla Becher bis zur zeitgenössischen Fotografie erstreckt.
 
Bislang noch unentdeckt sind die Neuerwerbungen der vergangenen Jahre, die wir Ihnen nun in einer Überblicksschau präsentieren
Der 1973 in Wuppertal geborene Fotograf und Filmemacher
Tobias Zielony war 2015 einer von fünf Künstlern, die im Deutschen Pavillon auf der Biennale in Venedig ausstellten. Mit seinen Fotoarbeiten, die zwischen Dokumentar- und Kunstfotografie anzusiedeln sind, wird er als ein Nachfolger von Größen der Fotografien wie Larry Clark, Nan Goldin und Wolfgang Tillmans betrachtet. Zielony fotografiert an den Orten, die in der kollektiven Wahrnehmung unserer Gesellschaft lieber gemieden werden, etwa in sozialen Brennpunkten, in denen sich Parallelgesellschaften gebildet haben.
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EDOUARD MANET


 
24.10.2017 - 25.2.2018

VON DER HEYDT-MUSEUM
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MEHR LICHT!


 
ab 19.März 2017

VON DER HEYDT-MUSEUM
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11.4. - 13.8.2017

VON DER HEYDT-MUSEUM
Peter Uka. Foto Ulrike Liedtke (links)
Paul Hempt. Foto Dagmar Pärsch
Im vergangenen Herbst konnten wir den Künstler Peter Schmersal (er lebt und arbeitet in Berlin und Wuppertal) als neues Beiratsmitglied gewinnen. Wir freuen uns auf seine aktive Mitarbeit im Verein und begrüßen ihn noch einmal sehr herzlich in unserer Mitte.

Neues Beiratsmitglied

Adolf Erbslöh, Mädchen im roten Rock, 1910
Von der Heydt-Museum Wuppertal @ VG Bild-Kunst, Bonn 2017