Logo des Kunst- und Museumsverein Wuppertal

Zanele Muholi, Ntozhake I, Parktown 2016, 2016 Silbergelatine-Print Dauerleihgabe an das Von der Heydt-Museum © Zanele Muholi. Courtesy of Stevenson, Amsterdam/ Cape Town/Johannesburg and Yancey Richardson, New York

21.08.2022 29.01.2023

Fremde sind wir uns selbst:
Bildnisse von Paula Modersohn-Becker bis Zanele Muholi

zum Ticketshop

Fremde sind wir uns selbst:

Bildnisse von Paula Modersohn-Becker bis
Zanele Muholi

 

21. August 2022 – 29. Januar 2023

Die Ausstellung „Fremde sind wir uns selbst“ widmet sich Fragen der (Selbst-) Darstellung und Repräsentation in der Bildenden Kunst seit dem ausgehenden
19. Jahrhundert. Anhand von Hauptwerken aus der Sammlung des Von der Heydt-Museums wird erfahrbar, wie sich gesellschaftliche und soziale Rollenvorstellungen in Bilder vom Menschen einschreiben und wirken. Das Spektrum reicht von Gemälden der klassischen Moderne, etwa von Paula Modersohn-Becker Emmy Klinker, Henry de Toulouse-Lautrec, Christian Schad und Felix Vallotton, über Werke von WOLS, Francis Bacon und Miriam Cahn bis in die Gegenwart, u. a. vertreten durch Tobias Zielony und Zanele Muholi.

Der Titel der Ausstellung ist Julia Kristevas gleichnamigem Buch aus dem Jahr 1990 entliehen, das um die Spannung zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung kreist. Im selben Maße, so Kristevas zentrale These, in dem wir einander fremd sind und uns gegenseitig beargwöhnen, sind wir auch uns selbst fremd – und bleiben es. Und gerade dies erkennt die Philosophin als Schlüssel im Umgang mit dem Anderssein.

Anhand der Werke in der Ausstellung lassen sich jene Ambivalenzen und Spielräume ausloten, die zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung bestehen. So offenbart sich, wie die Wahrnehmung eines Menschen durch die Inszenierung eines Bildes gelenkt oder beeinflusst wird. In Paula Modersohn-Beckers Figurenbildnissen etwa wird das Persönliche und Individuelle abstrahiert, um zu einer Verallgemeinerung und zu einer neuen, eigensinnigen Form zu finden. Francis Bacon umschreibt in seinen Gemälden menschliche Extremsituationen und das Ausgesetztsein des Menschen in der Welt, wobei er bildhafte Porträtdarstellungen ablehnte. Und Zanele Muholis eindrücklichen Selbstbildnisse spielen auf subtile Weise mit geschlechtsspezifischen Konventionen und zielen mit großer Konsequenz, im Sinne eines visuellen Aktivismus, auf die Auflösung repressiver Narrative.

 

Museum

Erwachsene

12,00 €

Erwachsene (ermäßigt)

10,00 €

Familieneintritt
Kinder bis 17 J. 2€

24,00 €

Kinder bis 17 Jahre

2,00 €

Öffentliche Führung

Erwachsene

16,00 €

Erwachsene (ermäßigt)

14,00 €

Kinder bis 17J.

6,00 €